Friedensethik von Domingo de Soto

Dom­in­go de Soto (1495-1560), Mit­glied der Schu­le von Sala­man­ca und Zeit­ge­nos­se von Fran­cis­co de Vito­ria, kann als einer der bedeu­ten­den Mei­len­stei­ne in der Ent­wick­lung der Frie­dens­ethik ange­se­hen wer­den. Er aner­kennt die Rea­li­tät der sich eman­zi­pie­ren­den neu­zeit­li­chen Staa­ten des 16. Jahr­hun­derts. Gleich­wohl sucht Dom­in­go de Soto nach Mit­teln und Wegen, die Anwen­dung mili­tä­ri­scher Gewalt ein­zu­gren­zen. Dazu bin­det er das Han­deln der neu­zeit­li­chen Fürs­ten an das Recht, dem sich zu unter­wer­fen die­se mora­lisch ver­pflich­tet sind. Sei­ne Auf­ga­be als Moral­theo­lo­ge sieht Soto nun dar­in, den Fürs­ten in sei­nem han­deln durch bis ins Detail gehen­de Rechts­re­geln zu unter­stüt­zen.

Die theo­lo­gi­sche Dis­ser­ta­ti­on von Anni­ca Grimm über Dom­in­go de Sotos Frie­dens­ethik ist im Som­mer­se­mes­ter 2017 an der Albert-Ludwigs-Universität Frei­burg i.Br. ange­nom­men wor­den und wird in der Rei­he „Stu­di­en zur Frie­dens­ethik“  ver­öf­fent­licht.

Pro­jekt­be­ar­bei­te­rin: Dr. theol. Anni­ca Grimm