Cicero und der gerechte Krieg - Eine ethisch-staatsphilosophische Untersuchung.

Theo­lo­gie und Frie­den · Band-Nr.: 43

Cice­ro war der Ers­te, der den latei­ni­schen Aus­druck bel­lum ius­tum (gerech­ter Krieg) ver­wen­det hat. Er stellt und beant­wor­tet die bis heu­te grund­le­gen­de Fra­ge nach den legi­ti­men Grün­den für Krie­ge, auf sei­nen Refle­xio­nen baut die gesam­te spä­te­re Tra­di­ti­on auf. Cice­ro spricht über das bel­lum ius­tum sowohl in den phi­lo­so­phi­schen Schrif­ten “De re publi­ca“ (Über das Gemein­we­sen), “De legi­bus“ (Über die Geset­ze) und “De offi­ciis“ (Über die Pflich­ten) als auch in sei­nen Reden und Brie­fen. Dabei fällt auf, dass er vor allem dar­legt, unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Krieg nicht gerecht ist. Es kommt ihm auf die Ein­gren­zung des Krie­ges an. Außer­dem ist sei­ner Ansicht nach der Krieg immer nur ein Mit­tel, um einen Zweck, näm­lich den Frie­den, zu errei­chen. In die­ser Hin­sicht kann man von einer cice­ro­ni­schen Frie­dens­ethik spre­chen.


Andrea Kel­ler ist Refe­ren­tin am St. Jako­bus­haus in Gos­lar (Aka­de­mie und Heim­volks­hoch­schu­le der Diö­ze­se Hil­des­heim).

Andrea Kel­ler
ISBN 978-3-17-022340-0 · Stutt­gart · 2012