Klassikeredition

Seit 25 Jah­ren erschließt das Insti­tut für Theo­lo­gie und Frie­den die frie­dens­ethi­schen Klas­si­ker von Augus­ti­nus über Tho­mas von Aquin, von dem früh­neu­zeit­li­chen Domi­ni­ka­ner­theo­lo­gen Fran­cis­co de Vito­ria über den Jesui­ten Fran­cis­co Suá­rez bis hin zu den Päps­ten des 20. Jahr­hun­derts wie Johan­nes Paul II. Mitt­ler­wei­le wuchs eine renom­mier­te, über 20 Bän­de umfas­sen­de Biblio­thek der frie­dens­ethi­schen Tra­di­ti­on. Der­zeit wird an den Schrif­ten des Domi­ni­ka­ner­theo­lo­gen Dom­in­go de Sotos (1494 -1560) sowie an den theologisch-philosophischen Debat­ten des Früh­mit­tel­al­ters von Gre­gor dem Gro­ßen bis Bern­hard von Clairvaux gear­bei­tet.

In Koope­ra­ti­on unter ande­rem mit Prof. Mat­thi­as Lutz-Bachmann, Uni­ver­si­tät Frankfurt/M., wer­den rele­van­te Trak­ta­te de lege und de ius­ti­tia des Sum­men­kom­men­tars Fran­cis­co de Vito­ri­as und frie­dens­ethisch rele­van­te tex­te Fran­cis­co Suá­rez‘ bear­bei­tet und im fromman-holzboog Ver­lag ver­öf­fent­licht.


Derzeit wird in diesem Bereich folgendes Thema bearbeitet:

Francisco de Vitorias Kommentar zur Summa theologiae Thomas von Aquins

Die Schul­theo­lo­gie des 15./16. Jahr­hun­derts hat sich unter Rück­griff auf Tho­mas von Aquins Sum­ma theo­lo­giae mit den neu­en ethi­schen Fra­gen der Zeit befasst: Ent­ste­hung der sou­ve­rä­nen Staa­ten, Ver­än­de­run­gen des Wirt­schafts­le­bens durch Han­del und Hand­werk, Ent­de­ckungs­rei­sen sowie die kon­fes­sio­nel­le Spal­tung der uni­ver­sa­len Kir­che. Vito­ri­as Kom­men­ta­re zur Sum­ma des Tho­mas lie­gen nur teil­wei­se und nur in einer ver­grif­fe­nen spa­ni­schen Über­set­zung von V. Bel­trán de Her­e­dia OP (1932-1954) vor. Rele­van­te Trak­ta­te des Sum­men­kom­men­tars Fran­cis­co de Vito­ri­as wer­den in lateinisch-deutschen Edi­tio­nen her­aus­ge­ge­ben:

Fran­cis­co de Vito­ria, Trak­tat de ius­ti­tia (Com Sth II-II qq 57-88), Erstel­lung eines kri­ti­schen latei­ni­schen Tex­tes mit deut­scher Über­set­zung.

Pro­jekt­be­ar­bei­tung: Dr. Joa­chim Stü­ben