De Vitoria, Francisco: De iustitia. Über die Gerechtigkeit. Teil II

Poli­ti­sche Phi­lo­so­phie und Rechts­theo­rie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit · Band-Nr.: 1.4

Lateinisch/deutsch. Her­aus­ge­ge­ben, ein­ge­lei­tet und ins Deut­sche über­setzt von Joa­chim Stü­ben. Mit einer Ein­lei­tung von Til­man Rep­gen. Poli­ti­sche Phi­lo­so­phie und Rechts­theo­rie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit. Rei­he II: Unter­su­chun­gen.

 

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Zu den klas­si­schen Vor­stel­lun­gen von Gerech­tig­keit zählt die Tausch­ge­rech­tig­keit. Geben und Neh­men fehlt aller­dings die Gleich­wer­tig­keit, wenn die berech­tig­te Erwar­tung ein­sei­tig geschmä­lert wird. Augus­ti­nus lehr­te, dass ein Sün­den­er­lass zunächst eine Wie­der­gut­ma­chung ver­lan­ge. Hier setzt der Trak­tat De resti­tu­tio­ne im Sum­men­kom­men­tar des Fran­cis­co de Vito­ria an. Sein Ein­fluss ist enorm: Dass aus der moral­theo­lo­gisch begrün­de­ten Resti­tu­ti­ons­pflicht in der Frü­hen Neu­zeit ein aus­dif­fe­ren­zier­tes Rechts­in­sti­tut zum Schutz sub­jek­ti­ver Rech­te gewor­den ist, des­sen beson­de­re Leis­tung in einem ein­heit­li­chen Grund­ge­dan­ken für Bereicherungs- und Delikts­haf­tung und der kon­se­quen­ten Umset­zung der Prin­zips der aus­glei­chen­den Gerech­tig­keit liegt, ist maß­geb­lich der Behand­lung die­ser Fra­gen durch Vito­ria zuzu­schrei­ben.


Joa­chim Stü­ben
ISBN 978-3-77285-2507-1 · Stuttgart-Bad Cann­statt · 2017