Der Nahostkonflikt: Politische, religiöse und theologische Dimensionen

Bei­trä­ge zur Frie­dens­ethik · Band-Nr.: 43

Spä­tes­tens seit dem 11. Sep­tem­ber 2001 wird die Bedeu­tung von Reli­gio­nen für poli­ti­sche Kon­flik­te wie­der ver­stärkt wahr­ge­nom­men. Zugleich setzt sich die Ein­sicht durch, dass Frie­dens­po­li­tik und prak­ti­sche Frie­dens­ar­beit ohne die Ein­be­zie­hung der reli­giö­sen Dimen­sio­nen von Kon­flik­ten nicht gelin­gen kön­nen. Damit steht die For­schung vor der Fra­ge, wel­chen Bei­trag Reli­gio­nen zur Eska­la­ti­on wie zur De-Eskalation von Kon­flik­ten lie­fern kön­nen. Im Nahen Osten tritt die Ambi­va­lenz der Reli­gio­nen beson­ders zuta­ge: Ein­mal eröff­nen sie Per­spek­ti­ven des Frie­dens­han­delns, dann wie­der ver­schär­fen sie schwe­len­de Kon­flik­te. Das kom­ple­xe Zusam­men­spiel von gesell­schaft­li­chen, poli­ti­schen und reli­giö­sen Dimen­sio­nen im Nah­ost­kon­flikt wird erst in der Zusam­men­schau von sozio­lo­gi­scher, poli­to­lo­gi­scher, reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­cher und theo­lo­gi­scher Per­spek­ti­ve durch­schau­bar.


Prof. Dr. Dirk Ansor­ge
ISBN 978-3170215009 · Stutt­gart · 2010