Verantwortung, Krieg und Menschenwürde: Die Responsibility to Protect zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Stu­di­en zur Frie­dens­ethik · Band-Nr.: 67

Men­schen müs­sen vor Gewalt geschützt wer­den – aber wie und von wem? Das von den UN aner­kann­te Kon­zept der Respon­si­bi­li­ty to Pro­tect (R2P) sieht vor, dass Staa­ten und inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen Ver­ant­wor­tung für die­sen Schutz über­neh­men. Spä­tes­tens die Kon­tro­ver­sen um die Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Liby­en 2011 haben aller­dings gezeigt, dass über Art und Aus­übung jener Ver­ant­wor­tung kei­ne Einig­keit besteht. Dabei geht es nicht nur um das Was und Wie, son­dern auch um das War­um: Gibt es kul­tur­über­grei­fend akzep­ta­ble Grün­de für eine staat­li­che und inter­na­tio­na­le Schutz­ver­ant­wor­tung? Das Buch gibt einen Über­blick über Ent­ste­hung und Ent­wick­lung der R2P, ana­ly­siert die dar­in vor­ge­nom­me­nen Zuschrei­bun­gen von Ver­ant­wor­tung und sucht nach einer inter­kul­tu­rell trag­fä­hi­gen ethi­schen Begrün­dung. Es ergänzt damit die frie­dens­ethi­sche Dis­kus­si­on, die sich bis­lang vor allem auf die Fra­ge der Gewalt­an­wen­dung im Rah­men der R2P kon­zen­triert hat.


Cor­ne­li­us Sturm
ISBN 978-3-8487-6222-4 · Baden-Baden/Münster · 2020