Die Bundeswehr heute: Berufsethische Perspektiven für eine Armee im Einsatz

Bei­trä­ge zur Frie­dens­ethik · Band-Nr.: 44

Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der Bun­des­wehr gera­ten seit Jah­ren in eine sich per­ma­nent ver­schär­fen­de Kri­se: in eine Effi­zi­enz­kri­se des poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Sys­tems, ins­be­son­de­re aber in eine Iden­ti­täts­kri­se der Men­schen in Uni­form. Die exis­ten­zi­el­len Fra­gen des Sol­da­ten – „Wer bin ich?“ und „Wofür bin ich da?“ – fin­den unter gegen­wär­ti­gen Ein­satz­be­din­gun­gen im her­kömm­li­chen Selbst­ver­ständ­nis der Bun­des­wehr kaum noch zufrie­den­stel­len­de Ant­wor­ten. Die Men­schen, die eine radi­kal umge­bau­te Armee im Ein­satz leben und gestal­ten sol­len, bedür­fen drin­gend der Neu­ver­ge­wis­se­rung ihres sol­da­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis­ses. Solan­ge die Fra­ge nach der Iden­ti­tät des neu­en deut­schen Sol­da­ten nicht beant­wor­tet ist, wird jede Struk­tur­re­form ins Lee­re lau­fen. Daher plä­die­ren die Autoren des hier vor­ge­leg­ten Ban­des für eine breit ange­leg­te berufs­ethi­sche Bil­dungs­in­itia­ti­ve inner­halb der deut­schen Streit­kräf­te, die vor allem dies zum Ziel hat: die Ein­satz­ar­mee Bun­des­wehr vom Men­schen her zu den­ken.


Dr. Jochen Bohn, Prof. Dr. Gott­fried Küenz­len, Prof. Dr. Tho­mas Bohr­mann
ISBN 978-3-17-021654-9 · Stutt­gart · 2011