Suárez, Francisco: De pace. De bello. Über den Frieden. Über den Krieg.

Poli­ti­sche Phi­lo­so­phie und Rechts­theo­rie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit, Tex­te · Band-Nr.: 1.2

Lateinisch/deutsch. Bear­bei­tet, her­aus­ge­ge­ben und ein­ge­lei­tet von Mar­kus Kre­mer. Poli­ti­sche Phi­lo­so­phie und Rechts­theo­rie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit. – PPR I,2. Ca. LXIV, 272 S. Ca. 1 Abb. Ln.


Die Aus­ga­be bie­tet Quel­len­tex­te des spa­ni­schen Theo­lo­gen und Rechts­phi­lo­so­phen Fran­cis­co Suá­rez (1548-1617), die in den wei­te­ren Kon­text der soge­nann­ten ‚Leh­re vom gerech­ten Krieg‘ (‚bel­lum ius­tum‘) ein­zu­ord­nen sind. Die Aus­füh­run­gen über den Frie­den (›De pace‹) prä­sen­tie­ren sich zunächst als pas­to­ral­psy­cho­lo­gisch gefärb­te Über­le­gun­gen zur Tugend­hal­tung der Fried­fer­tig­keit und deren sote­rio­lo­gi­scher Bedeu­tung. ›De ius­ti­tia dei‹ bie­tet im Anschluss dar­an ein theo­lo­gi­sches Kon­zept der Gerech­tig­keit, des­sen rechts­phi­lo­so­phi­sche Lini­en in ›De bel­lo‹ im Hin­blick auf kon­kre­te Pro­ble­me des Völ­ker­rechts und der poli­ti­schen Gerech­tig­keit aus­ge­führt wer­den. Die Gerech­tig­keit wird hier als Maß­stab fall­be­zo­ge­ner poli­ti­scher Ent­schei­dun­gen (unter Ein­be­zie­hung des Natur- wie des posi­ti­ven Rechts) betrach­tet, der Krieg selbst als ein recht­lich und mora­lisch streng nor­mier­tes Mit­tel der ius­ti­tia vin­di­ca­ti­va. Zuvor jedoch wid­met sich ›De homic­idio‹ der Fra­ge des indi­vi­du­el­len mora­li­schen Han­delns (und sei­ner kano­ni­schen Fol­gen) im Krieg.


Rezen­si­on im Phi­lo­so­phi­schen Jahr­buch

Mar­kus Kre­mer
ISBN 978-3-7728-2505-7 · Stuttgart-Bad Cann­statt · 2013